Zwei Städte, zwei Blickwinkel auf das Heilige
Giovanni Bellini badet seine Madonnen in einem weichen, lagunenhaften Licht, das mit zarten Öllasuren Tiefe schafft. Sein Venedig denkt Glauben als Atmosphäre: das Sakrale erscheint nahe, atmet ruhig, und lädt zum stillen Blick, statt zur dramatischen Verkündigung.
Zwei Städte, zwei Blickwinkel auf das Heilige
Sandro Botticelli formt das Heilige über Kontur, Rhythmus und disegno. Seine schwungvollen Linien führen das Auge wie ein Gebet, das durch Wiederholung vertieft. Florenz, mit philosophischem Neoplatonismus, sucht das Ideale, in dem Schönheit zur geistigen Leiter wird.
